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Lebensretter in Aktion

ddp - Freitag, 18. Juli, 15:27 Uhr

Brühl (ddp-nrw). In gefährlicher Schräglage steht ein maisgelber Bagger an der Abbruchkante einer Kiesgrube. Der Baggerführer hat nicht aufgepasst und sein Gerät nicht richtig gesichert. Als der Bagger ins Rutschen kommt, stürzt der Mann einen 20 Meter hohen Abhang hinunter. Zum Glück hat ein Kollege den spektakulären Unfall gesehen und ruft per Handy Hilfe herbei: In einer Kiesgrube in Brühl bei Köln entsteht gerade die 69. Folge für die neue RTL-Daytime-Serie «112 - Sie retten dein Leben», die am 25. August startet.

Die Produktionsfirma Action Concept («Alarm für Cobra 11») hat für die gerade inszenierte Rettungsaktion jede Menge Fahrzeuge bereitgestellt. Als Regisseur Nico Zavelberg «Und Action!» ruft, schalten ein roter Feuerwehr-BMW, ein Lkw der Feuerwehr, ein roter Rettungswagen und zwei grüne Polizeiautos das Blaulicht an und rollen auf einem Feldweg zur Unfallstelle herab. Zwei Kameras halten aus verschiedenen Perspektiven fest, wie eine Notärztin und ein Sanitäter aus den Autos springen und der coole Einsatzleiter dem Zeugen zuruft: «Was ist passiert?»

«Solche Unfälle passieren häufig auf Baustellen», sagt Producer Michael von Mossner. «Wir greifen für die Serie gerne auf solche Geschichten aus der Lebenswelt zurück.» Die Zuschauer sollen bei «112 - Sie retten dein Leben» das Gefühl bekommen: Das hätte mir auch passieren können und wie gut, dass die Retter kommen.

In den 25-minütigen Folgen der Serie, die montags bis freitags jeweils um 17.00 Uhr ausgestrahlt werden, dreht sich alles um das Einsatzteam «112», das in einem Pilotprojekt kooperiert, um Menschenleben zu retten und Katastrophen zu verhindern. Unter der Leitung der resoluten Verwaltungschefin Kristin Driesen (Sandra Maria Schlegel) arbeiten die Einheiten Polizei, Notarzt und Feuerwehr erstmals unter einem Dach zusammen.

Bei den Einsätzen müssen Jungpolizist Florian Carstens (Dominic Saleh-Zaki), sein Vater und Dienststellenleiter Martin Carstens (Joachim Raaf), Rettungssanitäterin Stefanie Felten (Joséphine Thiel) und Notärztin Judith Voss (Tanja Lanäus) oft genug an ihre Grenzen gehen, werden aber auch mit privaten Verwicklungen konfrontiert.

Neben Freundschaften, Flirts und Streitereien der Charaktere behandelt jede Folge einen abgeschlossenen Rettungsfall. Nur etwa anderthalb Drehtage stehen pro Folge zur Verfügung. Um einen so schnellen Takt und die für eine tägliche Serie außergewöhnlich vielen Außendrehs zu schaffen, sind 120 Personen in zwei Produktionsteams im Einsatz.

Die Ideen zu den Rettungsfällen der 80 in Auftrag gegebenen Folgen sammelt ein vierköpfiges Rechercheteam, das systematisch Polizeiberichte, Zeitungen und das Internet absucht. «Wir grasen alle Quellen ab», sagt der Producer. «Besonders ergiebig sind die Websites der Feuerwehren, weil die oft auch gleich Fotos ihrer Einsätze ins Netz stellen.» Kriminelle Akte spielen übrigens nur eine untergeordnete Rolle bei der Themenfindung. Mossner: «Von 20 Storys beruht nur eine auf einem Kriminalfall.» Am häufigsten würden die TV-Retter zu Auto-, Brand-, Schwimm- und Haushaltsunfällen gerufen.

RTL setzt große Hoffnungen in die nach eigenen Angaben erste «deutsche Serie, die neben spannenden und emotionalen Geschichten auch täglich packende Action bietet». Das Konzept des aufwendigen Daytime-Formats überzeugte auch auf internationalem Parkett. Erstmals habe sich die renommierte Londoner Produktionsfirma Freemantle Media dazu entschlossen, «in die Produktion einer deutschen Serie zu investieren und sie international zu vertreiben», heißt es stolz bei RTL. Das I-Tüpfelchen dabei: im Fall von «112» sogar noch vor der Ausstrahlung der ersten Folge in Deutschland.

(ddp)

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