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Ehrenrat empfiehlt Weiterbeschäftigung ehemaliger Stasi-IM

ddp - Freitag, 18. Juli, 18:11 Uhr

Berlin (ddp-bln). Zwei früher als Inoffizielle Mitarbeiter der DDR-Staatssicherheit tätige leitende Redakteure der «Berliner Zeitung» sollen nach Empfehlung eines Ehrenrates weiterbeschäftigt werden. Einen entsprechenden Bericht des Branchendienstes «Kress» bestätigte der Sprecher des Redaktionsausschusses, Thomas Rogalla, am Freitag auf ddp-Anfrage. Die Empfehlung des externen Gremiums sei einstimmig erfolgt.

Nach Informationen von «Kress» hat Chefredakteur Josef Depenbrock die Redaktion über die Position des Ehrenrates bereits informiert. Depenbrock soll von einem «Freispruch» für die beiden Redakteure gesprochen haben. Ob die beiden Mitarbeiter in ihre leitenden Funktionen zurückkehren werden, sei jedoch noch offen, schreibt «Kress». Die beiden Journalisten hatten im Frühjahr zugegeben, als Stasi-Spitzel gearbeitet zu haben.

Redaktionsausschuss-Sprecher Thomas Rogalla wollte den Rat des Prüfgremiums vorerst nicht kommentieren. Die «Berliner Zeitung» werde in ihrer Samstagausgabe über den Stand der Dinge informieren. Nach Bekanntwerden der beiden Stasi-Fälle im Frühjahr dieses Jahres hatte die Redaktion die Einsetzung eines externen Ehrenrates mit sachverständigen Persönlichkeiten empfohlen. Depenbrock, der Chefredakteur und Geschäftsführer der "Berliner Zeitung ist, wollte am Freitag keine Stellungnahme abgeben.

(ddp)

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