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Berlin (ddp.djn). Der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Banken, Manfred Weber, hält die Bankenstruktur in Deutschland für «zu kleinteilig». Mit der jetzigen Struktur könnten die deutschen Banken international «nicht angemessen mithalten», sagte Weber am Freitag im Deutschlandradio Kultur. Er forderte daher, «größere, schlagkräftigere Banken» zu schaffen, die in der internationalen Liga vorne mitspielen könnten. Zu einzelnen Unternehmensplänen äußerte er sich jedoch nicht.
Um größere Banken schaffen zu können, forderte Weber Gesetzesänderungen, die einen Zusammenschluss zwischen öffentlichen und privaten Banken ermöglichten. Bislang könnten nach den Gesetzen nur die öffentlichen Banken die privaten übernehmen. Das sei eine «Einbahnstraße» und unternehmerisch «nicht immer der sinnvollste Weg», sagte Weber. Besorgnis äußerte Weber über die Auswirkung der Bankenkrise in den USA. Die dortige Wirtschaft werde dadurch eine längere Phase schwächeren Wachstums durchmachen, prognostizierte der Hauptgeschäftsführer.
Da die US-Wirtschaft nach wie vor mit rund 30 Prozent Anteil an der Weltwirtschaftsleistung ein Schwergewicht sei, werde sich diese Schwäche auch auf Deutschland auswirken. Grundsätzlich befinde sich die deutsche Wirtschaft aber in guter Verfassung, sagte Weber weiter. Die Bankenkrise in den USA habe sich in Deutschland bisher nicht auf die Kreditvergabe ausgewirkt. Von einer «Kreditklemme» könne keine Rede sein. So hätten die privaten Banken bei der Kreditvergabe im ersten Quartal 2008 zweistellige Zuwachsraten verzeichnet.
ddp.djn/toh/rab
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