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Münster/Düsseldorf (ddp-nrw). Die Landesbausparkasse (LBS) West wehrt sich gegen die Klage der Verbraucherzentrale NRW wegen angeblich zu hoher Gebühren. Wie die LBS am Freitag in Münster mitteilte, unterzeichnet die Kasse die Unterlassungserklärung, die zu einem Verzicht auf Abschlussgebühren führen würde, nicht. «Diese Gebühr gehört zum System der Bausparkassen seit ihrer Gründung vor über 120 Jahren», sagte LBS-Sprecher Gregor Schneider. Sie entspreche zudem den Forderungen des Gesetzgebers und sei transparent für den Kunden.
Im Mai hatte die Verbraucherzentrale NRW eine Klage gegen die Geschäftspraktiken der Bausparkassen angekündigt. Mit einem Abmahn- und Musterklageverfahren wolle man die Rechtmäßigkeit von Bankentgelten und -gebühren überprüfen, hieß es.
Rund 31 Millionen Verträge haben die 25 Bausparkassen den Angaben zufolge am deutschen Markt derzeit im Bestand. Dabei müssten die Kunden teilweise zwischen 300 und 480 Euro (1 oder 1,6 Prozent) allein für den Abschluss eines Bausparvertrags bezahlen. Kommt es Jahre später zur Darlehensvergabe, können laut Verbraucherzentrale weitere 300 Euro an Extra-Gebühren fällig werden.
(ddp)
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