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Einzelhandel rechnet mit sehr gutem Schlussverkauf

ddp - Freitag, 18. Juli, 12:53 Uhr

Berlin (ddp). Der deutsche Einzelhandel rechnet in diesem Jahr mit einem sehr guten Sommerschlussverkauf. Aufgrund der allgemein gestiegenen Lebenshaltungskosten seien die Kunden verstärkt auf Schnäppchen aus, sagte der Geschäftsführer des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels (HDE), Hubertus Pellengahr, am Freitag der Nachrichtenagentur ddp/Dow Jones Wirtschaftsnachrichten in Berlin. Diese könnten sie beim Schlussverkauf finden, der Preisnachlässe von bis zu 70 Prozent biete.

Gute Umsätze seien mit dem Schlussverkauf jedoch kaum zu machen, sagte Pellengahr weiter. Bei Rabatten um die 50 Prozent könne der Händler nichts mehr verdienen. Bei Nachlässen von 70 Prozent zahle er sogar drauf. Die Händler hofften daher darauf, dass Kunden bei ihren Einkaufstouren auch auf nicht-reduzierte Ware aufmerksam würden.

Schnäppchenjäger jedenfalls können sich den Angaben zufolge auf ein umfangreiches Angebot einstellen. «In dieser Saison hat das Wetter überhaupt nicht gepasst», sagte Pellengahr. Schon im Frühjahr sei vieles liegengeblieben, die Lager seien daher voll.

Vor vier Jahren war der Schlussverkauf zwar offiziell abgeschafft worden. Trotzdem erfreut er sich nach Pellengahrs Einschätzung weiterhin großer Beliebtheit. «Der Schlussverkauf hat bei den Kunden nach wie vor einen guten Klang. Er ist eine Institution, die bei den Kunden gut ankommt.»

Der freiwillige Schlussverkauf beginnt offiziell am Montag (21. Juli). Neben dem Textilhandel beteiligen sich auch zahlreiche Fahrradgeschäfte, Bau- und Elektromärkte und Spielwarenläden sowie vereinzelte Supermärkte an der Aktion. Laut Pellengahr wollen rund zwei Drittel der Händler am Schlussverkauf teilnehmen. Im Textilhandel liege die Quote bei nahezu 100 Prozent.

(ddp)

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