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Halle (ddp-lsa). Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) ruft die Industrie zu mehr Forschungsinvestitionen in Ostdeutschland auf. Es gebe hier ein «riesiges Defizit», sagte Tiefensee am Donnerstag beim Besuch des Fraunhofer Zentrums für Silizium-Photovoltaik in Halle (Saale). Während bundesweit 54 Milliarden Euro in die Industrieforschung investiert würden, seien es in den ostdeutsche Bundesländern nur 1,5 Milliarden Euro. Hier sei mehr Engagement der Wirtschaft nötig, «um möglichst schnell einen selbsttragenden Aufschwung zu erreichen».
Tiefensee wollte nach dem Besuch in Halle auch das Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik in Jena sowie der Qimonda GmbH in Dresden besuchen. Die drei Einrichtungen nehmen an der Finalrunde des bundesweiten «Spitzencluster-Wettbewerbs» teil. Aus den zwölf Gemeinschaftsprojekten aus Wissenschaft und Wirtschaft in der Endrunde werden voraussichtlich im September die fünf Sieger gekürt. Diese sollen mit insgesamt rund 200 Millionen Euro aus Bundesmitteln gefördert werden. Tiefensee räumte den ostdeutschen Bewerbern gute Chancen ein.
(ddp)
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