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Frankfurt/Main (ddp). Ins Schwäbische Schnapsmuseum Bönnigheim sollte man unbedingt nüchtern kommen. Denn das Haus verfügt nach eigenen Angaben über die größte Sammlung zur «Alkoholgeschichte Deutschlands», und die kann man mit klarem Kopf sicherlich besser nachvollziehen. Im Anschluss an den Rundgang wird dann aber zur reich gedeckten Vesperplatte und der Verkostung exquisiter Schnäpse geladen. Dazu gibt es Erläuterungen, Trinksprüche und Anekdoten von Museumsgründer Kurt Sartorius.
Von der Entwicklung der Destillationstechnik über eine Abteilung «Geheimbrennerei-Schwarzbrennerei» bis hin zu Informationen über Branntwein und Likör bietet das Schnapsmuseum vielfältige und spannende Informationen. Die ausgestellten und ehemals beschlagnahmten Destillieranlagen zeigen, welchen Einfallsreichtum die Schwarzbrenner früher bei ihrer Arbeit bewiesen. Gefängnisinsassen etwa benutzten Plastikkanister mit Tauchsiedern als Destillierspirale, die Hausfrau verwendete ihren Schnellkochtopf.
Sehenswert ist auch die «Arzney-Küche», ein kleines Museum im Labor eines ehemaligen Apothekers. Schwerpunkt der Sammlung ist die Verwendung des Alkohols in der Medizin. Höhepunkt der Führungen von Sartorius und seinen Kollegen ist dann die humorvolle Schnaps- und Likörverkostung im urigen Kellergewölbe. Das eigene Schnapsglas erhält jeder Museumsgast bereits beim Zahlen des Eintrittspreises von 1,50 Euro.
(ddp)
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