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Gedenktafel erinnert an Marlene Dietrich

ddp - Donnerstag, 17. Juli, 13:54 Uhr

Berlin (ddp-bln). Am Geburtshaus von Marlene Dietrich in Berlin-Schöneberg ist am Donnerstag eine Gedenktafel enthüllt worden. Kulturstaatssekretär André Schmitz würdigte die Schauspielerin und Sängerin als «eine der bedeutendsten Töchter Berlins». Ihr Credo «Ich bin, Gott sei Dank, Berlinerin» sei nicht nur eine Hommage an ihre Heimatstadt. «Es ist für uns eine Verpflichtung, das Vermächtnis der überzeugten Antifaschistin, engagierten Pazifistin und emanzipierten, selbstbewussten Künstlerin zu ehren und zu bewahren», sagte Schmitz.

Marlene Dietrich war am 27. Dezember 1901 als Marie Magdalene Dietrich in der Leberstraße 65, früher Sedanstraße, im Berliner Stadtteil Schöneberg geboren worden. Dort verbrachte sie ihre ersten Kindheitsjahre. In den frühen 30er Jahren gelang Dietrich der Aufstieg zur international berühmten Künstlerin. Sie wurde der erste deutsche Filmstar in Hollywood. Am 6. Mai 1992 starb sie in Paris.

Dietrich, die in die Vereinigten Staaten emigriert war und die amerikanische Staatsbürgerschaft angenommen hatte, blieb in ihrer Heimat jahrzehntelang umstritten. Während des Zweiten Weltkrieges engagierte sie sich an der Front musikalisch für die amerikanischen Truppen. Dafür erhielt Dietrich 1947 den höchste zivilen Orden der USA, die «Medal of Freedom». In Deutschland wurde ihr dafür der Ruf als «Vaterlandsverräterin» zuteil.

Noch in den 90er Jahren gab es in Berlin Kontroversen um die Benennung einer Straße nach ihr. Das Land Berlin entschuldigte sich später für die Anfeindungen. Im Jahr 2002 wurde die Dietrich Berliner Ehrenbürgerin.

(ddp)

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