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Hamburg (ddp). Die Müllgebühren schwanken in Deutschland erheblich. Wie der «Spiegel» am Donnerstag in seiner Online-Ausgabe unter Berufung auf eine Untersuchung der 100 größten deutschen Städte berichtete, sind die Gebühren in Magdeburg am geringsten. Dort müsse ein Vier-Personen-Haushalt jährlich 97,92 Euro für eine 60-Liter-Tonne zahlen. Die Mönchengladbacher zahlten hingegen mit 404 Euro mehr als viermal soviel.
Bei der extragroßen 1100-Liter-Tonne, die für 70 Personen gedacht ist, sind die Unterschiede dem «Spiegel» zufolge sogar noch größer. Während ein entsprechender Müllcontainer in Berlin jährlich knapp 1138 Euro an Gebühren koste und damit am günstigsten sei, lägen die Kosten für diese Tonne in Mönchengladbach mit 6533 Euro fast 500 Prozent darüber.
120-Liter-Tonnen sind dem Bericht zufolge in Aachen am teuersten und in Gelsenkirchen am billigsten. Für die doppelte Größe müssen die Ludwigshafener am wenigsten zahlen. Am teuersten kommt die 240-Liter-Variante die Verbraucher im nordrhein-westfälischen Düren zu stehen.
Der Bundesverband der Deutschen Entsorgungswirtschaft (BDE) sieht die Ursache für das große Gebührengefälle in intransparenten Vergabeverfahren vieler Kommunen. "Zahlreiche Kommunen verzichten immer noch darauf, Entsorgungsleistungen öffentlich auszuschreiben. Die Folgen dieser mangelnden Transparenz bezahle der Bürger - in Form überhöhter Gebühren, sagte der kommissarische BDE-Hauptgeschäftsführer, Rainer Cosson. Es dürfe nicht sein, dass Kommunen mit den Abfallgebühren Haushaltslöcher stopfen.
Cosson zufolge könnten die Kosten gesenkt werden, indem die Kommunen Entsorgungsdienstleistungen konsequent ausschreiben. Zudem verfüge Deutschland übe eine große Zahl leistungsfähiger und erfahrener privater Entsorgungsunternehmen, die die Eigenleistung durch die Kommunen prinzipiell entbehrlich machten.
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