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Berlin (ddp). Das Bundesfinanzministerium erwägt trotz Finanzkrise und allgemeiner Börsenschwäche gegenwärtig keine Veränderung des Zeitplans für den Börsengang der Deutschen Bahn. Wegen des nach wie vor großen Interesses der Investoren bestehe im Augenblick nicht die Befürchtung, keinen angemessenen Preis erzielen zu können, gab Torsten Albig, Sprecher von Bundesfinanzminister Peer Steinbrückwill die Deutsche Bahn 24,9 Prozent ihrer Tochter DB Mobility & Logistics AG an die Börse bringen. In der Tochter ist der Personen- und Güterverkehr sowie das weltweite Logistikgeschäft gebündelt. Investmentbanker sehen das Emissionsvolumen bei der Bahn bei fünf Milliarden bis sechs Milliarden Euro. Sollte das Unternehmen im Rahmen des Börsenganges über eine Kapitalerhöhung zudem noch neue Aktien für den Börsengang schaffen, könne das Emissionsvolumen sogar noch höher ausfallen. Ein Drittel der Erlöse soll dem Bundeshaushalt zufließen.
Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn, Hartmut Mehdorn, hatte in einem Interview mit der Tageszeitung «Die Welt» in der vergangenen Woche erklärt, die Bahnprivatisierung nur bei einem vernünftigen Preis durchführen zu wollen. «Wenn ich nicht einen angemessenen Preis kriege, geht da nichts», wird Mehdorn in der «Welt» zitiert. Auf die Frage, ob er an dem avisierten Termin für den Börsengang zum Ende des Jahres festhalte, egal was passiere, sagte Mehdorn: «Der IPO-Prozess läuft auf diesen Termin hinaus, ja. Irgendwann wird dann je nach Nachfrage der Preis der Aktie festgelegt. Aber Sie können sicher sein: Wir verschenken nichts.»
(ddp)
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