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Kinderschutzbund fordert Kinderrechte ins Grundgesetz

ddp - Mittwoch, 16. Juli, 06:32 Uhr

Hamburg (ddp). Der Deutsche Kinderschutzbund hat im Vorfeld des Urteils gegen die Eltern der verhungerten Lea-Sophie die Aufnahme der Kinderrechte ins Grundgesetz gefordert. Der Vorsitzende Heinz Hilgers sagte auf NDR Info, dass Kindeswohl, wie es derzeit im Grundgesetz formuliert sei, sei ein unbestimmter Rechtsbegriff. «Wir müssen sehen, dass wir im Verhältnis zum Elternrecht das Kinderrecht stärken», sagte Hilgers. Als Beispiel nannte er die UN-Konvention in der die Rechte der Kinder ebenfalls ausformuliert seien. «Eine Grundgesetzänderung ist erst einmal ein Auftrag an die Politik alle Gesetze zu überprüfen, ob sie denn den Kinderechten noch gerecht werden.»

Das Landgericht Schwerin will am Mittwoch im Prozess um den qualvollen Hungertod der fünfjährigen Lea-Sophie die Urteile sprechen. Die Staatsanwaltschaft hatte wegen Mordes jeweils 13 Jahre Haft für die Eltern gefordert. Lea-Sophie war im November vergangenen Jahres nach wochenlanger Vernachlässigung gestorben.

(ddp)

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