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Berlin (ddp-bln). Zwei gebürtige Russen im Alter von 34 und 41 sind am Mittwoch wegen banden- und gewerbsmäßigen Betrugs und Urkundenfälschung vom Berliner Landgericht zu Haftstrafen von jeweils zwei Jahren und zehn Monaten verurteilt worden. Sie wurden schuldig gesprochen, als Mitglieder einer Bande, die sich auf Internetbetrug spezialisiert hatte, von Juni 2006 bis Februar dieses Jahres mit gefälschten Pässen Konten eröffnet oder Miet- und Kreditverträge abgeschlossen zu haben.
Das Gericht bescheinigte der Bande eine gewisse Professionalität in ihrem Handeln. Mit Hilfe von Spionageprogrammen hatten Mittäter Ebay-Konten ausgespäht und Waren darüber verkauft, die zwar bezahlt, aber nicht geliefert wurden. Die Kundengelder gingen dann auf Konten ein, die ebenfalls von den Angeklagten unter «Fantasienamen» eröffnet worden waren. Die Anklage umfasste ursprünglich 1702 Taten mit einem Gesamtschaden von über 900 000 Euro. Das Verfahren wurde jedoch auf einige wenige Fälle beschränkt. Beide Männer waren im Prozess geständig.
Nach Angaben des 41-Jährigen hatte ein «langjähriger Freund» ihn in die Sache verwickelt, als er 2005 in einer «finanziellen Krise» steckte. Für 500 Euro habe er sein Passfoto den Mittätern für die Anfertigung neuer Ausweise bereitgestellt, hieß es. Für jede Kontoeröffnung habe er dann 120 Euro erhalten. Der Arzthelfer gab auch zu, mit dem Mitangeklagten einen Kredit über 17 000 Euro beantragt, aber nicht erhalten zu haben. Der 34-jährige Kaufmann bestätigte dies und räumte auch den Betrugsversuch bezüglich der Anmietung einer Sattelzugmaschine ein. «Es war nicht beabsichtigt, sie zurückzubringen», sagte er.
(ddp)
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