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Sicher campen

ddp - Mittwoch, 16. Juli, 07:15 Uhr

Hamburg/Berlin (ddp). Heutzutage ist der Gebrauch vieler technischer Geräte so selbstverständlich, dass man auf diese auch in den Ferien nicht verzichten möchte. Und deshalb startet so mancher sogar mit seinem Laptop in den Campingurlaub. Doch Zelt, Wohnwagen und Wohnmobil sind keine sicheren Aufbewahrungsorte und stellen für potenzielle Diebe keine Hürde dar. «Der beste Schutz vor Diebstahl beim Camping ist daher, Hochwertiges gar nicht erst mitzunehmen», sagt Sonja Glasmeyer, Rechtsberaterin vom Bundesverband der Campingwirtschaft in Deutschland (BVCD).

Doch kaum jemand wird im Urlaub seine Digitalkamera oder den Camcorder zuhause lassen. Und auch nicht Papiere, Bargeld, EC- oder Kreditkarten. Doch was man nicht ständig zur Verfügung haben müsse, könne im Safe des Campingplatzes eingeschlossen werden, schlägt Glasmeyer vor: «Teilweise gibt es wie im Hotel kleine Mietsafes, oft aber einen großen Safe in der Rezeption.»

Ansonsten gilt: Wertgegenstände nicht unbeaufsichtigt zurücklassen. Besonders, wenn man ein Zelt aufgebaut hat, denn dieses kann mit einem Handgriff geöffnet werden. Gehen morgens alle Mit-Camper gleichzeitig in den Waschraum, sollten man deshalb besser auch wichtige Papiere und die Digitalkamera bei sich behalten. Ratsam sei auch, nichts offen sichtbar liegen zu lassen. Selbst der MP3-Player auf dem Tisch kann zu einem Einbruch führen. Wer tagsüber unterwegs ist, zieht am Wohnwagen oder Wohnmobil die Gardinen am besten gar nicht vor. Dann sei gleich zu sehen, dass dort nichts zu holen ist.

Glasmeyer rät jedoch davon ab, Zelt oder Vorzelt mit Schlössern oder ähnlichem zu sichern: «Diebe verschaffen sich dann Zutritt, indem sie einfach den Stoff zerschneiden.» Ein guter Schutz ist auf einem Campingplatz auch die «soziale Kontrolle». Ein Campingplatz sei ein bisschen wie ein Dorf, sagt Glasmeyer - man kennt sich und bemerkt Fremde, die sich am Wohnwagen oder Zelt der Nachbarn zu schaffen machen.

Auf seine Hausratversicherung darf man sich nicht verlassen, falls etwas abhanden kommt. Sie versichert das Hab und Gut zwar auch auf Reisen vor Diebstahl, «aber nur, wenn die Sachen aus einem geschlossenen Gebäude entwendet wurden», schränkt Bianca Boss vom Bund der Versicherten ein. Darunter fallen weder Zelt noch Wohnwagen oder Wohnmobil.

Wer oft Campingurlaub macht, kann eine spezielle Campingversicherung abschließen. Diese gilt in der Regel für ein Jahr und verlängert sich automatisch, sofern man nicht rechtzeitig kündigt. Allerdings sollte man das Kleingedruckte genau lesen. Denn auch diese Versicherung springt bei Schäden oder Verlust nur unter bestimmten Voraussetzungen ein. «Alles, was sich außerhalb von Wohnwagen oder Wohnmobil befindet, ist zum Beispiel nicht versichert», warnt Expertin Boss. Verschwinden die vor dem Wohnmobil geparkten Fahrräder oder ein außen angelehntes Surfbrett, bleibt man auch mit einer Campingversicherung auf dem Schaden sitzen.

(ddp)

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