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Köln (ddp-nrw). Die Entwürfe für die Gestaltung der Archäologischen Zone und eines geplanten Jüdischen Museums sind seit Mittwoch in Köln ausgestellt. Bei den Arbeiten handelt es sich um die Beiträge eines Architekturwettbewerbs für die Umgebung des Historischen Rathauses, wie die Stadt Köln mitteilte.
Dabei hatte sich im Frühjahr der Vorschlag der Saarbrücker Architekten Wandel, Hoefer, Lorch und Hirsch deutlich mit 21:1 Stimmen durchgesetzt. Allerdings distanzierte sich Kölns Oberbürgermeister Fritz Schramma (CDU) inzwischen von dem Entwurf, den er als Jurymitglied zunächst ausdrücklich gelobt hatte. Mittlerweile hält er den Museumsbau in der Altstadt in der geplanten Version für zu dominant.
In das Bauvorhaben sollten die Überreste der Synagoge und der Mikwe, des rituellen jüdischen Bades, einbezogen werde, die bei Ausgrabungen vor dem alten Rathaus freigelegt wurden. Dabei handelt es sich um Spuren der ältesten jüdischen Gemeinde nördlich der Alpen.
Der Vizepräsident des Zentralrats der Juden, Salomon Korn, hat am Mittwoch im Deutschlandradio Kultur Schrammas zögerliche Haltung zum Bau des Jüdischen Museums kritisiert. Der Siegerentwurf, der die historische Schichtung römischer und jüdischer Stadtreste sichtbar und begehbar mache, verspreche ein «architektonisches Juwel» betonte Korn, der selbst Architekt ist. Die Argumente gegen den Siegerentwurf seien «sachfremd».
Die Entwürfe werden noch bis zum 15. August im Kölner Rathaus (Spanischer Bau) ausgestellt, jeweils montags bis freitags von 8.00bis 20.00 Uhr, samstags von 8.00 bis 18.00 Uhr und sonntags von 11.00 bis 18.00 Uhr.
(ddp)
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