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Auch Roamingtarife für SMS werden in der EU gesetzlich geregelt

ddp - Dienstag, 15. Juli, 13:29 Uhr

Brüssel (ddp). Der Versand von Kurzmitteilungen mit dem Handy innerhalb der EU könnte schon bald billiger werden. Den Mobilfunkbetreibern in der EU sollen nun auch Höchstpreise für das Verschicken und Empfangen von SMS im EU-Ausland gesetzlich diktiert werden. Ein Jahr, nachdem in der EU die Tarife für sogenannte Roaming-Handytelefonate per Gesetz gesenkt wurden, kündigte die für Telekommunikation zuständige Kommissarin Viviane Reding am Dienstag in Brüssel eine SMS-Verordnung an.

«Es ist kein gutes Zeichen für die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Mobilfunkindustrie, wenn sie immer noch nicht verstanden hat, dass sich nur mit glaubwürdigen Preissenkungen eine Regulierung vermeiden lässt», erklärte Reding. Sie hatte den Unternehmen mit diesem Schritt wiederholt gedroht und ihnen eine Frist bis Anfang Juli gesetzt, freiwillig niedrigere Gebühren einzuführen. Diese Appelle habe aber nur ein österreichischer Anbieter beherzigt, teilte die Kommission mit.

Nach einem Bericht der Gruppe der nationalen Europäischen Telekomregulierer (ERG) kosten die jährlich rund 2,5 Milliarden in der EU im Roaming verschickten Textmitteilungen mehr als zehnmal so viel wie im Inland verschickte SMS. Der ERG-Vorsitzende und Chef der ungarischen Telekomregulierungsbehörde, Daniel Pataki, hält eine Deckelung der SMS-Roamingpreise auf einen Betrag zwischen 0,11 und 0,15 Euro für angemessen.

Derzeit variierten die Tarife zwischen 0,29 und 0,80 Euro ohne Mehrwertsteuer. Die SMS-Verordnung soll im Oktober vorgeschlagen werden. EU-Ministerrat und Europäisches Parlament müssen dem Gesetzesvorhaben zustimmen, ehe es in Kraft treten kann.

ddp.djn/rab/pon

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