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Dresden (ddp-lsc). In Dresden hat am Dienstag erstmals die Expertenkommission «20 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit» zur Beratung möglicher Projekte im kommenden Jahr ihre Arbeit aufgenommen. Mit den Veranstaltungen zum Doppeljubiläum solle der Tendenz zur Verklärung der DDR sowie zur Verdrängung ihres totalitären Charakters entgegengewirkt werden, sagte Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) bei der Begrüßung der 13 Fachleute. Statt dessen sollten die Leistungen derer gewürdigt werden, die 1989 für Demokratie und Freiheit demonstriert hatten. Zudem komme es darauf an, die Erinnerung an 1989 auch bei den später Geborenen wach zuhalten.
Mit den Aktivitäten solle zudem die Identität Sachsens als Kernland der Friedlichen Revolution geschärft werden. Gleichzeitig wünschte sich Tillich, dass sich wieder mehr Menschen in den demokratischen Institutionen engagierten.
Geplant sei unter anderem in Kooperation mit dem Sächsischen Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen eine Wanderausstellung, in deren Mittelpunkt die Leistungen der Menschen der Wendezeit stünden. Zudem soll es zahlreiche Tagungen, Gesprächsrunden und Vorlesungen geben.
Die Kommission wird den Angaben zufolge einmal pro Quartal tagen. Ihr gehören unter anderen Wissenschaftler, Kirchenvertreter und Zeitzeugen an. Die Staatskanzlei nimmt eigenen Angaben zufolge innerhalb des Gremiums eine koordinierende Funktion ein.
(ddp)
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