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Halle (ddp-lsa). Die Leopoldina in Halle ist am Montag offiziell zur Nationalen Akademie der Wissenschaften ernannt worden. «Die gesamte Region wird davon profitieren. Das ist ein großer Erfolg für Sachsen-Anhalt und Mitteldeutschland», sagte Ministerpräsident Wolfgang Böhmer (CDU) laut vorab verbreitetem Redetext während des Festaktes.
Böhmer verwies darauf, dass die Politikberatung die wichtigste Aufgabe der Akademie sei. «Angemessene politische Lösungen zu finden, setzt großen Sachverstand voraus, den die Politik nicht alleine bereithalten kann», sagte der Ministerpräsident.
Die Leopoldina soll die deutsche Wissenschaft zudem in den internationalen Gremien repräsentieren. Darüber hinaus wird sie mit anderen wissenschaftlichen Einrichtungen und den deutschen Wissenschaftsorganisationen eng zusammenarbeiten. Die Akademie wird von einem ehrenamtlichen Präsidium geleitet.
Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz der Länder und des Bundes (GWK) hatte am 18. Februar die Ernennung der Akademie der Naturforscher Leopoldina als Nationale Akademie beschlossen. Das Gremium folgte damit dem Vorschlag von Bundeswissenschaftsministerin Annette Schavan (CDU).
Der 1652 in Schweinfurt gegründeten Leopoldina, die seit 1878 ihren ständigen Sitz in Halle hat, gehören derzeit weltweit 1250 gewählte Mitglieder an. Darunter sind 33 Nobelpreisträger. Seit Bestehen der Leopoldina waren etwa 160 Nobelpreisträger dort aktiv.
(ddp)
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