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Halle (ddp-lsa). Die Leopoldina soll trotz ihrer Beförderung zur nationalen Wissenschaftsakademie nicht nach Berlin umziehen. Vor dem Festakt zur Ernennung sagte Generalsekretärin Jutta Schnitzer-Ungefug dem Radiosender MDR Info: «Wir sind seit 1878 hier in Halle und wir werden hier bleiben.»
Sicher werde ein Hauptstadtbüro mit einigen Mitarbeitern eröffnet, um Kontakt zur Politik zu pflegen. Man müsse aber nicht so nah an der Politik sein, dass die komplette Akademie in Berlin sitze. Schnitzer-Ungefug betonte: «Wir wollen ja nicht der Politik nach dem Munde reden, wir wollen eine wirkliche Distanz zur Politik und unsere Empfehlungen wissenschaftsbasiert erarbeiten.»
Nach Einschätzung der Generalsekretärin kommen auf die jahrhundertealte Forschergesellschaft viele Änderungen zu. «Mit diesem neuen Status ist ja auch eine gewisse Erwartung verbunden.» Die Leopoldina müsse sehr viel stärker als bisher Themen aufgreifen und dann auf wissenschaftlicher Basis Empfehlungen geben. So befasse man sich derzeit intensiv mit dem Thema Infektionskrankheiten und Migration, wo man auch mit den anderen EU-Akademien zusammenarbeite. Gemeinsam habe man dieses Thema auf die Tagesordnung der Europäischen Kommission gesetzt.
Die Leopoldina soll am Montag mit einem Festakt in Halle offiziell zur nationalen Wissenschaftsakademie ernannt werden.
(ddp)
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