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Magdeburg (ddp-lsa). Die bevorstehende Ernennung der Leopoldina zur neuen Nationalen Akademie der Wissenschaft hat Präsident Volker ter Meulen als Anerkennung für die neuen Bundesländer gewürdigt. «Die Arbeit wird sich verbessern und wir können eine große Aktivität entfalten», sagte ter Meulen der Nachrichtenagentur ddp in Magdeburg. Die Leopoldina mit Sitz in Halle sei eine traditionsreiche Akademie und habe bereits schwere Zeiten wie den Nationalsozialismus und die DDR überstanden. Die offizielle Ernennung ist für Montag in Halle geplant.
Durch den Aufbau einer Nationalen Akademie entstehen dem Virologen zufolge auch neue Arbeitsplätze im Land. «Es werden 45 neue Stellen geschaffen», fügte ter Meulen hinzu. Zudem würden ab Januar 2009 stufenweise insgesamt rund vier Millionen Euro investiert.
Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina werde sich hauptsächlich mit zwei Aufgaben befassen. «Zum einen wird sie in den Gremien in den Akademien weltweit tätig sein», sagte der 74-Jährige. Die zweite Aufgabe komme aus der Politik. Drei Mitglieder der Leopoldina würden die Bundesregierung gemeinsam mit weiteren Wissenschaftlern bei wichtigen gesellschaftlichen Zukunftsthemen beraten. «Wir äußern uns aus Sicht der Wissenschaft zu Themen, die zur Diskussion stehen wie Klimaschutz und Energie», sagte er. Noch habe die Bundesregierung jedoch keine Anfragen gestellt.
Volker ter Meulen, emeritierter Professor für Klinische Virologie und Immunologie, ist seit 2003 Präsident der Leopoldina. Er ist der 25. Leiter des Präsidiums. Die Leopoldina wurde 1652 in Schweinfurt gegründet und hat seit 1878 ihren ständigen Sitz in Halle hat.
(ddp)
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