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Pilotabschluss im Einzelhandel möglich

ddp - Donnerstag, 10. Juli, 12:01 Uhr

Gerlingen (ddp). In Gerlingen bei Stuttgart hat am Donnerstagmittag die wahrscheinlich entscheidende Runde der Tarifverhandlungen im baden-württembergischen Einzelhandel begonnen. Ein Abschluss würde nach Einschätzung des württembergischen Einzelhandelsverbandes Pilotcharakter für das gesamte Bundesgebiet haben.

Arbeitgeber und die Gewerkschaft ver.di zeigten sich vor den Verhandlungen zuversichtlich, dass eine Einigung erzielt wird. Ein seit mehreren Wochen in kleinen Runden entwickelter «Gesprächsleitfaden» scheine inzwischen tragfähig genug, um einen für beide Seiten akzeptablen Kompromiss zu finden, erklärte ver.di. Sabine Hagmann, die Hauptgeschäftsführerin des württembergischen Einzelhandelsverbandes, sagte, man wolle zu einem Abschluss kommen.

Die Gewerkschaft fordert für die rund 220 000 Beschäftigten der Branche in Baden-Württemberg 5,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt sowie ein Mindesteinkommen von 1500 Euro monatlich. Die Arbeitgeber boten bislang rückwirkend zum 1. April dieses Jahres Einkommenssteigerungen um 2,5 Prozent und ab dem 1. April 2009 noch einmal 2,5 Prozent an. Dazu solle es eine Einmalzahlung geben. Streit gibt es bisher noch über die Zuschläge für Spät- und Nachtarbeit.

Bundesweit liegen die Forderungen für die insgesamt 2,6 Millionen Beschäftigten im Einzelhandel zwischen 4,5 Prozent und 6,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt.

ddp.djn/toh/nas

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