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Schwerin (ddp-nrd). Vor dem Schweriner Landgericht wird am Donnerstag der Prozess gegen die Eltern der verhungerten Lea-Sophie fortgesetzt. Am elften Verhandlungstag sollen nach Gerichtsangaben die Plädoyers gehalten werden. Das Urteil wird voraussichtlich am 16. Juli gesprochen.
An den zwei vorigen Verhandlungssitzungen hatten psychiatrische Gutachter beiden Eltern volle Schuldfähigkeit attestiert. Laut Aussagen eines Sachverständigen hatte die 24-jährige Angeklagte die Situation ihrer fünf Jahre alten Tochter vor deren Tod «real wahrgenommen» und auch gewusst, dass sie Hilfe hätte holen müssen. Der 26-jährige Vater hatte zuvor ein schwieriges Verhältnis zu seiner Tochter eingeräumt.
Seit Mitte April müssen sich die Eltern für den Hungertod ihrer Tochter vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft legt dem Paar gemeinschaftlichen Mord durch Unterlassen sowie Misshandlung von Schutzbefohlenen zur Last.
(ddp)
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