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Stuttgart (ddp). Die Tarifverhandlungen im baden-württembergischen Einzelhandel gehen heute (10. Juli) in Gerlingen bei Stuttgart in die wahrscheinlich entscheidende Runde. Ein Abschluss würde nach Einschätzung des württembergischen Einzelhandelsverbandes Pilotcharakter für das gesamte Bundesgebiet haben. Arbeitgeber und die Gewerkschaft ver.di zeigten sich vor den Verhandlungen zuversichtlich, dass eine Einigung erzielt wird.
Die Dienstleistungsgewerkschaft fordert für die rund 220 000 Beschäftigten der Branche in Baden-Württemberg 5,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt sowie ein Mindesteinkommen von 1500 Euro monatlich. Die Arbeitgeber boten bislang rückwirkend zum 1. April dieses Jahres Einkommenssteigerungen um 2,5 Prozent und ab dem 1. April 2009 noch einmal 2,5 Prozent an. Dazu solle es eine Einmalzahlung geben. Streit gibt es zudem über die Zuschläge für Spät- und Nachtarbeit. Bundesweit schwanken die Forderungen für die insgesamt 2,6 Millionen Beschäftigten zwischen 4,5 Prozent und 6,5 Prozent.
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