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Toyako/Berlin (ddp). Das Bekenntnis der acht führenden Industrienationen zu mehr Klimaschutz ist in Deutschland auf ein verhaltenes Echo gestoßen. Umweltschutzorganisationen sowie parlamentarische Opposition begrüßten zwar den G8-Beschluss von Toyako, wonach die Treibhausgase weltweit bis 2050 um mindestens 50 Prozent reduziert werden sollen. Zugleich überwog Skepsis, inwieweit diese nichtverbindliche Ziel tatsächlich zu erreichen ist. Eine endgültige Einigung wird erst von der UNO-Klimakonferenz 2009 in Kopenhagen erwartet.
Am Dienstag beschloss der G8-Gipfel eine Vereinbarung zur Umwelt und zum Klimaschutz, in dem von einer gemeinsamen «Vision» der Mitgliedsstaaten der UNO-Klimarahmenkonvention (UNFCCC) zur Halbierung der Treibhausgase die Rede ist. Dieses Ziel solle im Rahmen der UN-Verhandlungen «geprüft und angenommen» werden soll.
Damit gehen die G8-Staaten zwar über die Vereinbarung des Gipfels von Heiligendamm von 2007 hinaus, wo Bundeskanzklerin Merkel (CDU) erreicht hatte, dass eine Halbierung des CO2-Ausstoßes «ernsthaft» geprüft werden sollte. Doch wird erneut auf das Treffen in Kopenhagen im kommenden Jahr verwiesen.
Greenpeace kritisierte die Ankündigung als «beliebig», da nicht einmal konkrete Reduktionsziele für die Industriestaaten benannt worden seien. Zudem hätten sich die G8 davor gedrückt, ein Ausgangsjahr für die Halbierung zu benennen. «Blumige Worte ersetzten keinen Klimaschutz», sagte Klimaexperte Karsten Smid.
«Die G8-Staaten hatten schon oft Visionen», sagte Linke-Umweltexpertin Eva Bulling-Schröter. Leider scheiterten diese am Ende meist an den Interessen diverser Wirtschaftszweige «und am schlechten Gedächtnis von US-Präsidenten». Zugleich kritisierte sie die G8-Debatte für eine stärkere Rolle der Atomkraft beim Klimaschutz.
(ddp)
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