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München (ddp-bay). Im Prozess gegen die wegen Mordes an ihrem viereinhalb Monate alten Sohn Leon angeklagten Eltern wird am Dienstag aller Voraussicht nach ein Urteil fallen. Dieses war zunächst für den vergangenen Donnerstag vorgesehen, wegen der detaillierten Anhörung von Zeugen und Gutachtern konnte der Zeitplan jedoch nicht eingehalten werden. Am Montag sagte ein Gerichtsmediziner vor dem Landgericht München aus, dass bei der Obduktion des Jungen sowohl ein altes als auch neues Schütteltrauma festgestellt wurde.
Dem 25-jährigen Kindsvater wird vorgeworfen, den Jungen im September 2003 nachts aus dem Bettchen genommen und kräftig geschüttelt zu haben, um das Schreien des Kindes zu beenden und ungestört weiterschlafen zu können. Der Anklageschrift zufolge erlitt der Säugling dabei ein Schütteltrauma und in der Folge eine Hirnblutung.
Anschließend soll die damals 20-jährige Mutter nach Ansicht der Staatsanwaltschaft ihrem immer lauter schreienden Sohn ein Kissen oder eine Decke auf das Gesicht gelegt haben. Laut Anklagebehörde starb Leon entweder an der Hirnblutung oder er erstickte. Die Eltern sollen, nachdem sie ihren Sohn tot aufgefunden hatten, eine falsche Aussage abgesprochen haben.
(ddp)
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