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Wirtschaft hält höhere Preise wegen Energiekosten für unvermeidlich

ddp - Montag, 7. Juli, 18:49 Uhr

Düsseldorf (ddp). Die deutsche Wirtschaft sieht sich wegen der gestiegenen Energiepreise zu Preiserhöhungen gezwungen. «Viele Unternehmen können die stark gestiegenen Energiepreise bei den engen Margen schlicht nicht allein schultern. Sie haben nur die Möglichkeit der Preiserhöhung, oder sie geraten ernsthaft in Gefahr und damit auch deren Arbeitsplätze», sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Martin Wansleben, dem «Handelsblatt» (Dienstagsausgabe). Auch der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und der Bundesverband Groß- und Außenhandel (BGA) rechnen mit Preiserhöhungen auf breiter Front.

BGA-Präsident Anton Börner erwartet einen weiteren Preisschub durch die Unternehmen. Die gestiegenen Energiekosten erreichten den Großhandel auf breiter Front. «Die Unternehmen müssen sich damit auseinandersetzen und werden nicht umhinkommen, den Preisdruck teilweise weiterzugeben, wenn es nicht zulasten der Ertragskraft und Beschäftigung gehen soll», sagte Börner der Zeitung.

Beim BDI hieß es, die höheren Kosten könnten nur in Ausnahmefällen auf die Kunden abgewälzt werden. «In der Regel sind die Spielräume sehr eng und begrenzt», sagte BDI-Hauptgeschäftsführer Werner Schnappauf. Insofern steige durch die Inflation der Druck auf die Wirtschaft. Sie müsse versuchen, die Kosten zu senken und die Effizienz zu steigern. Nach Ansicht des Industrieverbandes können die höheren Kosten allerdings nicht in jedem Unternehmen aufgefangen werden. Wo es nicht anders geht, «müssen am Ende des Tages doch die Preise erhöht werden», sagte Schnappauf weiter.

ddp.djn/rab/pon

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