ddp
Düsseldorf (ddp.djn). Die angeschlagene Betriebsräte-Organisation AUB hat einem Medienbericht zufolge seit der Verhaftung ihres langjährigen Vorsitzenden Wilhelm Schelsky im Februar 2007 rund 2500 Mitglieder verloren. Derzeit verfügt die AUB noch über rund 7500 Mitglieder, von denen rund die Hälfte aktive Betriebsräte sind, wie der neue AUB-Vorsitzende und Airbus-Betriebsrat Rainer Knoob der «Wirtschaftswoche» sagte.
Die als Alternative zu den DGB-Gewerkschaften agierende Arbeitsgemeinschaft Unabhängiger Betriebsangehöriger (AUB) gibt damit erstmals einen realistischen Einblick in ihre Strukturen. 30 000 Mitglieder, wie früher behauptet, zählte sie offenbar nie. Nach Einstellung der verdeckten Zahlungen von Siemens und in kleinerem Umfang von Aldi Nord finanziert sich die AUB heute vor allem durch Einnahmen aus Betriebsräte-Seminaren und durch die Mitgliedsbeiträge, die von monatlich acht auf zwölf Euro angehoben worden sind. Die Landesgeschäftsstellen wurden alle aus Kostengründen geschlossen und fünf regionale AUB-Blätter eingestellt.
(ddp)
Copyright © 2008 Yahoo! Alle Rechte vorbehalten.