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Bayerische Firma wegen Käseskandals vorerst geschlossen

ddp - Samstag, 5. Juli, 08:45 Uhr

Kempten (ddp-bay). Wegen einer möglichen Verwicklung in den Handel mit verdorbenem Käse in Italien bleibt ein Betrieb im schwäbischen Woringen vorerst geschlossen. Die Firma im Landkreis Unterallgäu war auf Antrag der Staatsanwaltschaft Memmingen am Freitagabend durchsucht worden. Wie das Polizeipräsidium Schwaben auf ddp-Anfrage am Samstagmorgen in Kempten mitteilte, können die Vorwürfe gegen den Betrieb derzeit weder bestätigt noch dementiert werden. Es seien Unterlagen sichergestellt und Lebensmittelproben genommen worden, die nun untersucht würden. Mit ersten Ergebnissen ist laut Polizei nicht vor Mitte nächster Woche zu rechnen. Bis dahin würden keine Produkte des Unternehmens in den Handel gelangen.

Nach derzeitigem Kenntnisstand ist den Angaben zufolge offenbar kein weiterer Betrieb in Bayern in den Skandal verwickelt. Die Ermittlungen zu den Warenströmen aus und nach Italien dauerten an.

Laut italienischen Medienberichten sollen mehrere Betriebe systematisch verdorbenen Käse aus Italien zu Schmelzkäse verarbeitet und diesen in Supermärkten angeboten haben. Den Berichten zufolge wurden die vergammelten Reste auch in der schwäbischen Firma aufbereitet. Nach Polizeiangaben handelt es sich bei dem Schmelzkäsehersteller in Woringen um einen kleinen Betrieb mit etwa zehn Mitarbeitern.

(ddp)

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