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Viele Lottoanbieter verstoßen laut Studie gegen Staatsvertrag

ddp - Samstag, 5. Juli, 04:47 Uhr

München (ddp). Viele staatliche Lottoanbieter verstoßen offenbar massiv gegen den seit Januar gültigen Glücksspielstaatsvertrag. Das berichtet das Nachrichtenmagazin «Focus» vorab unter Berufung auf eine Studie des Marktforschungsunternehmens FairControl im Auftrag privater Wettanbieter. Für die Erhebung hätten Dutzende Testkäufer mehr als 750 Lottoshops in 32 großen Städten der Länder Bayern, Baden-Württemberg, Berlin, Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Niedersachsen aufgesucht.

Die verdeckten Ermittler, darunter Jugendliche und Kinder, überprüften dem Bericht zufolge, ob sich die Mitarbeiter der Filialen an das Gesetz halten. Wettabschlüsse sind demnach nur noch gegen Vorlage einer Kundenkarte möglich, Jugendliche unter 18 Jahren sind vom Spielbetrieb generell ausgeschlossen. Zudem sind die Shops verpflichtet, ihre Kunden vor Spielsucht-Gefahren zu warnen.

Wie das Magazin berichtet, gelang es den Testkäufern in 54 Prozent aller Fälle, vorläufige Kundenkarten ohne Ausweis auf falschen Namen zu beantragen oder ausgestellt zu bekommen. 76 Prozent der erwachsenen Testtipper konnten mit einer vorläufigen oder falsch ausgestellten Kundenkarte Wetten abgeben. Dies schafften auch 42 Prozent der Jugendlichen zwischen 16 und 17 Jahren sowie 14 Prozent der Kinder im Alter zwischen 12 und 14. In 20 Prozent der Filialen fehlten Warnungen vor Spielsuchtgefahren.

(ddp)

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