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Berlin/Wiesbaden (ddp). In der SPD gibt es erneut Spannungen wegen ihres Verhältnisses zur Linkspartei. Das SPD-Vorstandsmitglied Hermann Scheer warnte am Freitag seine Partei davor, die Diskussion über eine rot-rote Kooperation in Hessen auf Bundesebene neu zu beleben. Er könne einigen Parteifreunden nur raten, die bereits zu Jahresbeginn geführte Debatte nicht zu wiederholen. Die damalige Diskussion um Hessen habe der SPD erheblich geschadet. Sie eigne sich nicht für ein «bundesweites Sommertheater», sagte Scheer der Nachrichtenagentur ddp.
Scheer betonte, die SPD-Führung habe im Frühjahr beschlossen, dass die Frage einer Zusammenarbeit mit der Linkspartei von den jeweiligen Landesverbänden der SPD entschieden werden müsse. «Anders geht es auch gar nicht», hob er hervor.
Hintergrund für Scheers Äußerung ist ein Zeitungsbericht, wonach die Spitze der Bundes-SPD die hessische Parteichefin Andrea Ypsilanti davon abhalten will, einen neuen Anlauf für eine Zusammenarbeit mit der Linkspartei zu starten. Ein erster Versuch von ihr, sich mit Hilfe der Linken zur Ministerpräsidentin wählen zu lassen, war Anfang März an innerparteilichem Widerstand in der SPD gescheitert.
(ddp)
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