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Neue Verordnung deckt Abschluss- und Vertriebskosten bei Policen auf

ddp - Freitag, 4. Juli, 07:04 Uhr

Berlin (ddp.djn). Gerade an Kapitalversicherungen verdienen Versicherungsverkäufer viel Geld. Will jemand 35 Jahre lang 200 Euro im Monat in eine Renten- oder Kapitallebensversicherung zahlen, bekommt der Vermittler leicht 4000 Euro für Beratung und Verkauf, schreibt die Zeitschrift «Finanztest» in ihrer Juli-Ausgabe. Bisher haben Kunden nichts über diese Kosten erfahren. Das ist ab 1. Juli anders.

Die ab dann geltende Verordnung über Informationspflichten in Versicherungsverträgen besagt, dass offengelegt werden muss, wie hoch die Abschluss- und Vertriebskosten sind. Gerade bei lange laufenden Verträgen sind transparente Kosten besonders wichtig. Ein Musterkunde, der 25 Jahre lang 6000 Euro jährlich in eine Rürup-Rentenversicherung einzahlen möchte, zahlt auch bei guten Anbietern laut «Finanztest» beispielsweise rund 4800 Euro Abschluss- und Vertriebskosten plus jährlich 201 Euro für die Verwaltung.

Bei einem anderen Anbieter fallen nur für Abschluss und Vertrieb bei gleichen Bedingungen 16 700 Euro an. Die neue Verordnung hilft demnach also, Preise zu vergleichen und viel Geld zu sparen. Interessenten können künftig schnell erkennen, was ihre Unterschrift den verschiedenen Anbietern bringt. Neu ist auch ein Produktinformationsblatt, das für Interessenten knapp und verständlich die wichtigsten Vertragsinformationen zusammenfassen soll.

ddp.djn/ome/nas

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