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«Schönrednerei und Eigenlob»

ddp - Donnerstag, 3. Juli, 10:28 Uhr

München (ddp-bay). SPD-Fraktionschef Franz Maget hat der bayerischen Staatsregierung Versäumnisse in der Bildungspolitik vorgeworfen. Sie habe jahrelang Verbesserungen in der Bildung versäumt und mache nun vor der Landtagswahl Versprechungen, sagte Maget am Donnerstag im Landtag in München. Die Lehrer und die Eltern seien es zunehmend Leid, von der Regierung "bildungspolitische Sonntagsreden zu hören, wenn sich draußen im Land nichts verändert», kritisierte der Oppositionsführer.

Maget beklagte einen Lehrermangel, zu große Klassen, Chancenungleichheit, mangelnde individuelle Förderung an Schulen und einen «Schlamassel am G8». Er warf der Staatsregierung vor, «die Dreigliedrigkeit des Schulsystems vor sich herzutragen wie eine Monstranz» und damit den Blick auf mögliche Neuerungen zu verstellen. «Sie schaffen die Hauptschule ab, indem Sie sie einfach zusperren», kritisierte Maget. Es sei «bildungspolitisch ein schwerer Fehler», die Hauptschulen auf dem Land zu schließen und keine Bestandsgarantien abzugeben.

Maget warf Kultusminister Siegfried Schneider (CSU) nach dessen Regierungserklärung im Landtag «Schönrednerei und Eigenlob» vor. Die Erklärung erhalte «null Neuigkeiten« und sei unglaubwürdig, weil die Forderungen nicht mit Finanzmitteln unterlegt seien. Die Ganztagsschule sei seit Jahren eine SPD-Forderung. Derzeit gebe es an 2300 Grundschulen nur 40 Klassen im Ganztagsbetrieb. »Jetzt kommen Sie drei Monate vor der Wahl daher und wollen so tun, als seien Sie auch für die Ganztagsschule«, sagte Maget. »Das ist ein Armutsbericht.»

(ddp)

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