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Limburg (ddp-hes). Bei einem Auffahrunfall mit sechs beteiligten Lastwagen sind am Mittwochvormittag auf der A 3 nahe Limburg zwei der Fahrer schwer verletzt worden. Einer der Lkw hatte eine gesundheitsgefährdende Chemikalie geladen. Von dem Stoff lief rund eine Tonne aus. Der Fahrer des unfallverursachenden Lkw flüchtete nach der Karambolage, konnte jedoch von der Autobahnpolizei gestellt werden. Die A 3 blieb in Richtung Köln für zweieinhalb Stunden voll gesperrt. Es bildete sich ein elf Kilometer langer Stau. Die Autofahrer mussten bei Temperaturen um 30 Grad ausharren. Stauhelfer kümmerten sich um sie.
Laut Autobahnpolizei hatte der aus Slowenien stammende Unfallverursacher auf einem Abschnitt mit Überholverbot versucht, an einem anderen Lkw vorbeizuziehen. Beim Wiedereinscheren schätzte er den Abstand zum Hintermann falsch ein. Dieser musste daraufhin abbremsen, ebenso wie zwei weitere nachfolgende Lastzüge. In die stehenden Fahrzeuge krachten kurz daraufhin ein Lkw aus Tschechien und einer aus Bulgarien. Einer von ihnen hatte die Chemikalie geladen. Der Gefahrgutstoff verteilte sich auf der Fahrbahn und dem Grünstreifen. Spezialkräfte von Technischem Hilfswerk und Feuerwehr mussten das verunreinigte Erdreich abtragen.
Einer der beiden schwer verletzten Lkw-Fahrer war zwei Stunden in seinem Wagen eingeklemmt, bis die Feuerwehr ihn befreien konnte. Ein Rettungshubschrauber flog ihn in eine Klinik nach Frankfurt. Der zweite schwer verletzte Fahrer kam per Krankenwagen nach Idstein.
Den entstandenen Sachschaden schätzte die Polizei auf bis zu eine halbe Million Euro. Am Nachmittag waren zwei der drei Fahrspuren in Richtung Köln wieder frei, der Verkehr stockte aber immer noch auf mehreren Kilometern.
(ddp)
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