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Berlin (ddp). Das Unternehmerpaar Werner und Maren Otto ist am Dienstag in Berlin mit dem erstmals verliehenen James-Simon-Preis für vorbildliches soziales und kulturelles Engagement in Deutschland ausgezeichnet worden. Das Preisgeld von 50 000 Euro wurde dem 98-jährigen Gründer des Otto-Versandhauses und seiner Frau im Bode-Museum in Anwesenheit von Bundespräsident Horst Köhler übergeben. Die Laudatio hielt der frühere sächsische Ministerpräsident Kurt Biedenkopf. Das Preisgeld soll an eine Berliner Institution gehen.
Das Ehepaar Otto gründete nach Angaben der James-Simon-Stiftung mit der Werner Otto Stiftung ein wissenschaftliches Behandlungszentrum für krebskranke Kinder in der Universitätsklinik Hamburg-Eppendorf. Sie riefen zudem das Werner Otto Institut ins Leben, eine Einrichtung zur Früherkennung und Behandlung entwicklungsgestörter und behinderter Kinder. In Berlin-Neukölln steht das Werner-Otto-Haus, in dem hörbehinderte Kinder behandelt werden.
Mit Hilfe der Ottos wurde ferner der Werner Otto Saal im Konzerthaus Berlin instandgesetzt. Der amerikanischen Harvard University stiftete das Paar einen Museumsneubau für die Unterbringung der Kunst deutschsprachiger Expressionisten, die Werner Otto Hall. Auch die Deutsche Oper Berlin wurde von Werner und Maren Otto immer wieder finanziell unterstützt.
James Simon (1851-1932) war ein wichtiger Berliner Mäzen. Der jüdische Unternehmer rief mehr als 60 soziale Einrichtungen ins Leben und war häufig auch deren Betreiber. Zugleich war er ein großer Kunstsammler, dem alle großen Berliner Museen bedeutende Schätze verdanken.
(ddp)
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