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Tarifverhandlungen für öffentlichen Dienst erneut vertagt

ddp - Dienstag, 1. Juli, 19:48 Uhr

Berlin (ddp-bln). Die Tarifverhandlungen für die Landesbeschäftigten des öffentlichen Dienstes sind am Dienstagabend erneut vertagt worden. Die Gespräche sollen am 14. Juli fortgesetzt werden, sagte eine Sprecherin von Innensenator Ehrhart Körting (SPD) der Nachrichtenagentur ddp. Die Situation sei «festgefahren» und eine Einigung nicht erzielt worden. Mit einem zentralen Streiktag hatten die Gewerkschaften ihre Forderungen nach Gehaltserhöhungen nochmals bekräftigt.

Bislang bot der Senat eine Einmalzahlung von 300 Euro für das laufende Jahr sowie 50 Euro mehr Lohn pro Monat ab Mitte 2009 an. Die Gewerkschaften forderten ursprünglich eine Lohnerhöhung von 2,9 Prozent und drei Einmalzahlungen von jeweils 300 Euro.

Zu einer Kundgebung vor dem Roten Rathaus hatten sich nach Angaben der Gewerkschaft ver.di am Vormittag rund 7000 Landesbeschäftigte versammelt. Vom ganztägigen Ausstand betroffen waren alle Bereiche im öffentlichen Dienst, wie etwa Bezirksämter, die Kindertagesstätten und die Senatsverwaltungen. Die Bürger- und Ordnungsämter sowie die Zulassungsstellen werden bereits seit 25. Juni bestreikt.

Etwa ein Drittel der Kitas sei geschlossen geblieben, in anderen seien Notdienste eingerichtet worden, sagte der Sprecher. Auch in den Ämtern habe es erhebliche Einschränkungen gegeben. Nach Angaben der Gewerkschaft der Polizei (GDP) beteiligten sich zudem rund 1300 GdP-Mitglieder an den Arbeitsniederlegungen. «Bis wir unser Ziel erreicht haben, sind weitere Beeinträchtigungen für die Bürger nicht mehr zu vermeiden», sagte der Berliner GdP-Vorsitzende Eberhard Schönberg.

(ddp)

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