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München (ddp-bay). Die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) zieht mit ihrem Landesvorsitzenden Bernhard Suttner als Spitzenkandidat in die Landtagswahl. Der 59-jährige Niederbayer erhielt auf einem Parteitag am Samstag in München 99,5 Prozent der Delegiertenstimmen. Suttner war der einzige Bewerber.
Die Partei erweiterte für die Wahl im September zudem ihren Namen. Sie will mit der Bezeichnung ödp/Bündnis für Familien um Stimmen werben. «Damit wollen wir unseren Schwerpunkt Familienpolitik und unsere Forderung nach Einführung eines Erziehungsgehalts unterstreichen», sagte der ÖDP-Landesvorsitzende.
Außerdem will die ÖDP die Energiepolitik in den Mittelpunkt ihres Wahlkampfes stellen. Sie fordert einen strikten Verzicht auf Atomenergie. Als direkte Konkurrenz sieht Suttner hier die Freien Wähler, unter denen es sowohl Gegner als auch Befürworter der Kernkraft gebe. Die Bürger könnten hier nicht einschätzen, welche Politik die Freien Wähler später machen würden.
Der Parteitag stimmte zudem für die Vorbereitung eines Volksbegehrens mit dem Ziel, die Festlegung auf eine gentechnikfreie Landwirtschaft in der bayerischen Verfassung zu verankern. Bevor das Volksbegehren tatsächlich beantragt werden soll, will die ÖDP zunächst 50 000 Unterstützer finden, die sich bereiterklären, das Projekt zu fördern.
Die ÖDP ist bislang nicht im Landtag vertreten. Sie kam 2003 auf zwei Prozent der Stimmen. In Umfragen werden der Partei derzeit keine Chancen zum Einzug ins Maximilianeum eingeräumt. Die ÖDP hat in Bayern 3900 Mitglieder. Ein Sprecher sagte, allein seit Jahresbeginn seien 300 Mitglieder dazugekommen.
(ddp)
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