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Immobilienverband kritisiert Bundesregierung

ddp - Donnerstag, 26. Juni, 13:39 Uhr

Berlin (ddp). Angesicht sinkender Zahlen beim Wohnungsneubau hat der Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW) die Bundesregierung scharf kritisiert. Die von der Regierung durchgesetzte Abschaffung der Eigenheimzulage sowie die Mehrwertsteuererhöhung im vergangenen Jahr seien «Bremsklötze» für den Wohnungsneubau, sagte BFW-Präsident Walter Rasch am Donnerstag in Berlin. Zugleich wies er auf steigende Belastungen etwa durch den Einbau modernster Anlagen- und Heiztechnik infolge der schärferen Energieeinsparvorgaben hin, die in Zukunft weitere Kostentreiber sein würden.

Die Baufertigstellungen waren im vergangenen Jahr den Angaben zufolge auf einen historischen Tiefstand gesunken. Angesichts der rückläufigen Genehmigungsquote 2007 werde sich dieser Trend in diesem Jahr noch verstärken, sagte Rasch.

Um die Entwicklung zu stoppen seien zusätzliche Investitionsimpulse für den Wohnungsneubau nötig. Die Einbeziehung der Immobilie in die Riester-Förderung sei zwar ein erstes wichtiges Signal. Weitere Schritte müssten jedoch folgen. Denkbar sei eine Wiederbelebung der «degressiven AfA», der sich stufenweise vermindernden «Absetzung für Abnutzung», für den Mietwohnungsbau in Wachstumsregionen und für das energetische Bauen.

Laut Statistischem Bundesamt wurden im vergangenen Jahr in Deutschland 210 700 Wohnungen fertig gestellt und damit 15,5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Der Rückgang bei Einfamilienhäusern lag bei knapp 19 Prozent und der von Zweifamilienhäusern bei knapp elf Prozent. Mehrfamilienhäuser verzeichneten einen Rückgang um 14 Prozent.

ddp.djn/toh/mwo

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