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«Monokulturen gefährden den Weltfrieden»

ddp - Donnerstag, 22. Mai, 03:32 Uhr

Passau (ddp). Der frühere Leiter des Umweltprogramms der UN, Klaus Töpfer (CDU), hat vor den Folgen von Artenschwund und Monokulturen für Ernährung und Weltfrieden gewarnt: «Für die wirtschaftliche Stabilität der Weltbevölkerung, die 2050 mindestens 8,5 Milliarden Köpfe zählen wird, steht extrem viel auf dem Spiel», sagte Töpfer am Rande der UN-Konfernz zur Biodiversität der «Passauer Neuen Presse» (Donnerstagausgabe). «Wenn wir Vielfalt verlieren, erhalten wir in der Landwirtschaft Monostrukturen, die extrem anfällig sind und den Böden schwere Schäden zufügen können. Damit wäre auch der Frieden auf der Welt gefährdet», warnte Töpfer.

Trotz internationaler Abkommen vollziehe sich der Verlust an Artenvielfalt so rapide wie nie. «Es muss jetzt ein Ruck durch die Staatengemeinschaft gehen», sagte Töpfer.

Töpfer forderte Regeln für die energetische Nutzung von Biomasse. «Pflanzen dürfen nicht als Kraftstoff genutzt werden, wenn dies in Konkurrenz zur Nahrungsproduktion steht oder intakte Natur gefährdet. Dies sollten wir klarstellen, auch international rechtlich festschreiben», sagte Töpfer.

(ddp)

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