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Norddeutsche Länderchefs wollen freiwerdende Transrapid-Mittel

ddp - Mittwoch, 21. Mai, 22:39 Uhr

Bremen (ddp). Die für das gescheiterte Münchner Transrapid-Projekt geplanten Bundesmittel in Höhe von rund 700 Millionen Euro sollen nach dem Willen der Nordländer zur besseren Hinterland-Anbindung der deutschen Seehäfen verwendet werden. Eine entsprechende Bitte habe Bremens Bürgermeister Jens Böhrnsen (SPD) im Namen der norddeutschen Regierungschefs an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in einem Brief gerichtet, berichtet der «Weser-Kurier» (Donnerstagausgabe).

In dem Schreiben unterstreicht Böhrnsen, dass besagte Mittel «nicht regional gebunden» seien - «ebenso wie die Mittel, die frei wurden, als im Jahre 2000 die Entscheidung gegen die ursprünglich geplante Transrapid-Strecke Hamburg-Berlin fiel». Damit wollen die Norddeutschen laut Bremer Senatssprecher Hermann Kleen Begehrlichkeiten der CSU vorbeugen, die aktuell bereits auf eine Verwendung der Mittel in Bayern gepocht hat.

Böhrnsen begründet den Bedarf im Norden mit der aktuellen Prognose der deutschlandweiten Verkehrsverflechtungen 2025: Diese belege, «dass das Umschlagsvolumen in den deutschen Seehäfen und damit einhergehend im Hinterlandverkehr in viel höherem Maße wachsen wird, als etwa bei der Entwicklung der Bundesverkehrswegeplanung 2003 angenommen». Die Bedeutung der Hinterlandanbindung für die Häfen habe Merkel selbst auf der fünften Nationalen Maritimen Konferenz 2006 in Hamburg betont. Deshalb müsse dafür nun «zumindest ein nennenswerter Teilbetrag» aus den frei gewordenen Transrapid-Mitteln eingesetzt werden.

(ddp)

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