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Polizeirazzia im Umfeld der rechtsextremen Kameradschaft «Sturm 34»

ddp - Mittwoch, 21. Mai, 17:37 Uhr

Mittweida (ddp-lsc). Wegen rechtsextremistischer Straftaten hat die Polizei am Mittwoch die Wohnungen von fünf jungen Männern in der Region Mittweida durchsucht. Ihnen wird vorgeworfen, mehrere Gebäude mit Nazi-Parolen beschmiert zu haben, wie die Staatsanwaltschaft Dresden mitteilte. Die Beschuldigten im Alter von 17 bis 22 Jahren aus Burgstädt, Mittweida und Frankenberg seien dem Umfeld der rechtsextremen verbotenen Vereinigung «Sturm 34» zuzurechnen.

An den Durchsuchungen waren 20 Beamte der Sonderkommission Rechtsextremismus (Soko Rex) und der Chemnitzer Polizei beteiligt. Dabei wurden Farbspraydosen und Bekleidung sichergestellt. Drei der Beschuldigten haben den Angaben zufolge bereits gestanden, in der Nacht zum 15. März das Amtsgericht und den Bahnhof in Hainichen sowie das Rathaus in Mittweida beschmiert zu haben. Unter anderem hatten sie Hakenkreuze, SS-Runen und persönliche Beleidigungen gegen Mittweidas Bürgermeister Mathias Damm (CDU) gesprayt.

Die Beschuldigten wurden nach ihrer Vernehmung wieder entlassen. Es wird geprüft, ob sie an weiteren Straftaten im Landkreis Mittweida beteiligt waren.

Innenminister Albrecht Buttolo (CDU) sagte, die sächsische Polizei gehe konsequent gegen rechte Straftäter vor, bei Propagandadelikten ebenso wie bei Körperverletzungen und fremdenfeindlichen Straftaten. Entscheidend sei, «rechtsextremistische Tendenzen frühzeitig zu erkennen und sie mit allen rechtsstaatlichen Mitteln zu bekämpfen».

(ddp)

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