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Erzbischof Zollitsch: Kirche muss verstärkt Jugendliche ansprechen

ddp - Samstag, 17. Mai, 07:01 Uhr

Osnabrück (ddp). Die katholische Kirche muss sich nach Ansicht der deutschen Bischöfe stärker mit Zukunftsfragen von Jugendlichen beschäftigen. Der «Neuen Osnabrücker Zeitung« (Samstagausgabe) sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch: »Wir dürfen sie nicht mit fertigen Antworten abspeisen.»

Der Freiburger Erzbischof zeigte sich beunruhigt darüber, dass die Kirche oft nur wenige Jugendliche ansprechen kann. «Wenn wir sie nicht erreichen, kommen sie nicht mit der Botschaft des Evangeliums in Kontakt, die Halt und Orientierung gibt.« Die Kirche müsse sich fragen, wie sie jungen Menschen zu einem verantwortungsvollen Leben verhelfen könne. Der Erzbischof räumte ein, dass sich viele Jugendliche beim Thema Sexualität mit der kirchlichen Lehre schwer tun. Trotzdem müssten sie spüren, verstanden zu werden.

Zollitsch warnte davor, Großereignisse wie den am Mittwoch beginnenden 97. Deutschen Katholikentag und Weltjugendtage als bloße Events abzutun. »Sie sind wichtig. Denn was nicht gefeiert wird im Glauben, verkümmert.» Den Katholikentag sieht der Erzbischof als Chance, "gerade auch Jugendlichen die Erfahrung des Glaubens in einer großen Gemeinschaft zu ermöglichen«. Auch im Alltag müssten Seelsorger Jugendliche zusammenführen und stärken. Das sei eine wichtige Aufgabe für die Zukunft der Kirche.

(ddp)

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