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Osnabrück (ddp). Deutschland unternimmt nach Ansicht der UNO nicht genug für den Artenschutz. In der »Neuen Osnabrücker Zeitung« (Freitagausgabe) kritisierte der Leiter des UNO-Umweltprogramms, Achim Steiner, auch die Europäische Union. Die Diskussion in der EU zu Fischereibeständen lasse «einen Widerspruch erkennen, der nicht mit dem Anspruch einer Führungsrolle zusammenpasst». Steiner betonte: »Aus mangelnder Handlungsbereitschaft werden in der EU Fischereiquoten verabschiedet, die zu einer Überfischung führen und damit die Artenvielfalt bedrohen.«
Mit Blick auf die am Montag in Bonn beginnende UNO-Artenschutzkonferenz sagte Steiner zu den Ursachen des Artensterbens: «Unser wirtschaftliches System hat es bisher nicht geschafft, Produkte und Dienstleistungen, die die Natur uns täglich bereitstellt, in einen wirtschaftlichen Kreislauf zu integrieren.» Nutzung müsse gleichzeitig auch Nachhaltigkeit sicherstellen. »Solange wir eine Art Raubbau an der Natur betreiben und glauben, dass dieses keinen Preis hat, wird sich das Artensterben nicht verändern", sagte Steiner.
(ddp)

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