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Göttingen (ddp-nrd). Mit einer Sportveranstaltung will das Göttinger Blutdruckinstitut auf die Volkskrankheit Bluthochdruck aufmerksam machen. Mindestens 20 Prozent der Über-50-Jährigen und sogar jeder vierte Über-65-Jährige litten unter der oft unterschätzten Krankheit, sagte Instituts-Mitbegründer Egbert Schulz im Gespräch mit der Nachrichtenagentur ddp. An Samstag will das Institut deshalb mit einem «Lauf gegen Bluthochdruck» am Göttinger Kiessee über die Gefahren der Krankheit aufklären. Bei dem Lauf können Hochdruck-Patienten und Gesunde unter ärztlicher Kontrolle als Jogger oder Nordic Walker an den Start gehen.
Aufklärung ist Schulz zufolge vor allem deshalb wichtig, weil Bluthochdruck eine schleichende Krankheit sei. Sie entwickle sich etwa ab dem 30. Lebensjahr, bei einigen Betroffenen sogar bereits im Kindesalter. Erste Hinweise seien Kopfschmerzen, Schwindel und ein roter Kopf bei Anstrengung oder Aufregung, sagte der Experte. Neben genetischer Veranlagung ließen besonders Stress, Bewegungsmangel, Alkohol und Rauchen die Herzfrequenz steigen. Bluthochdruck selbst verursache keine Schmerzen, dafür jedoch gefährliche Folgeschäden an inneren Organen wie Nieren und Herz. Schlimmstenfalls führe er sogar zum Schlaganfall und dadurch zum Tod, erläuterte der Mediziner.
Neben der Aufklärung über die Risiken der Krankheit sei es ein weiteres Ziel des Blutdruckinstituts, die Behandlungsmethoden zu verbessern. Dafür stünden seit der Institutsgründung im Oktober vergangenen Jahres ehrenamtlich arbeitende Ärzte, Psychologen und Patientengruppen in engem Kontakt miteinander. In den kommenden Jahren will das Institut auch die Forschung vorantreiben. Mit einem Preis sollen vor allem technische Neuerungen, wie etwa verbesserte Blutdruckmessgeräte, ausgezeichnet werden.
(ddp)

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