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Berlin/Hamburg (ddp-nrd). Im Streit um die Zukunft von «Spiegel»-Verlagsgeschäftsführer Mario Frank hat sich der Sohn des Magazingründers Rudolf Augstein, Jakob Augstein, auf die Seite der Mitarbeiter gestellt. «Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Geschäftsführer seiner Arbeit auf Dauer ohne Rückendeckung des Hauptgesellschafters nachgehen kann», sagte der Sprecher der «Spiegel»-Erbengemeinschaft nach Angaben des Branchendiensts «Kressreport» vom Freitag. Die Mitarbeiter KG, die mit 50,5 Prozent die Mehrheit der Verlagsanteile hält, hatte Frank ihr Misstrauen ausgesprochen.
Der Verlag Gruner+Jahr (G+J), der mit 25,5 Prozent der Anteile am «Spiegel» beteiligt ist, hatte dagegen für Frank votiert. Augstein sagte dem Branchendienst hierzu: «Für mich haben die Mitarbeiter ein größeres Gewicht als Gruner+Jahr. Die KG gibt die Richtung für das Haus vor, Gruner ist die Kontrollinstanz, die Erben sind die Berater.» Neben den Mitarbeitern und G+J ist die Familie des Magazingründers Augstein mit 24 Prozent der Anteile die dritte Gesellschafterin des Verlages.
Frank hatte bis Ende 2006 als Manager für G+J gearbeitet und war danach als Geschäftsführer zum «Spiegel» gewechselt. Der 49-Jährige war nach der vorzeitigen Kündigung des ehemaligen «Spiegel»-Chefredakteurs Stefan Aust Ende 2007 bei den Mitarbeitern in die Kritik geraten. Die Mitarbeiter KG und eine Vollversammlung der Beschäftigten hatten sich gegen Frank ausgesprochen.
(ddp)

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