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Papenburg (ddp-nrd). Der deutsch-französische Fernsehsender Arte zeigt am kommenden Dienstag (20. Mai, 23.00 Uhr) den Dokumentarfilm «Konspirantinnen - Polnische Frauen im Widerstand 1939-1945». Regisseur Paul Meyer porträtiert die Lebenswelt der Frauen, die am nationalpolnischen Aufstand vom Spätsommer 1944 beteiligt waren. Ausgangs- und Endpunkt des Films ist das NS-Kriegsgefangenenlager im emsländischen Oberlangen. Die 1726 Widerstandskämpferinnen waren am 12. April 1945 von einer polnischen Panzerdivision befreit worden.
Nach dem Überfall deutscher und sowjetrussischer Truppen hatten die Polen den weltgeschichtlich bislang größten Untergrundstaat mit einer Exilregierung in London gebildet. Der Frauenanteil war hoch. Sie arbeiteten konspirativ als Lehrerinnen im höheren Bildungswesen, das von den Deutschen schon 1939 verboten wurde. Sie legten sich Decknamen zu und sicherten als Kuriere die Kommunikation zwischen den geheimen Kommandozellen im In- und Ausland; sie wurden als Sanitäterinnen, Attentäterinnen oder auch Partisaninnen eingesetzt, schmuggelten Waffen und kämpften auch selbst mit der Waffe.
Nach der Niederschlagung des Aufstands wurden viele Kämpferinnen ab Dezember 1944 in Oberlangen interniert. Später zerstreuten sie sich in alle Welt. Der in Freiburg lebende Regisseur Paul Meyer, älterer Bruder des Papenburger Werftchefs Bernard Meyer, hat mehrere Jahre in Polen, England und Deutschland recherchiert. Er lässt zahlreiche Zeitzeuginnen zu Wort kommen. Vervollständigt wird die Dokumentation durch viele, teils unveröffentlichte historische Aufnahmen aus Archiven.
(ddp)

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