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GdP-Chef besorgt über neue Gewaltbereitschaft der Rechten

ddp - Freitag, 16. Mai, 02:15 Uhr

Frankfurt/Main (ddp). Der Chef der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Konrad Freiberg, hält Tote bei zukünftigen Demonstrationen linker und rechter Autonomer für möglich. «Ja, diese Gefahr wird immer größer. Das muss man deutlich sagen», sagte Freiberg der «Frankfurter Rundschau» (Freitagausgabe). «Die Rechten wollen provozieren, sie nehmen Verletzte, auch tödlich Verletzte, in Kauf.» Aber die neue Qualität der Gewaltbereitschaft sei nicht das einzige Problem bei den jüngsten Zusammenstößen von Rechten und Linken in Hamburg gewesen. «Wir haben dort gesehen, dass die Rechten genauso schwarz vermummt auftraten, wie die Linksextremisten. Die waren gar nicht zu unterscheiden», sagte Freiberg.

Angesichts der neuen Gewaltbereitschaft der Rechten, die sich nun auch gegen Polizisten bei Demonstrationen richte, müssten sich die Beamten auf eine neue Strategie einstellen. «Mit der steigenden Gewalt werden wir vermutlich stärker wie im Bereich der Kriminalität täterbezogen arbeiten müssen. Das heißt, wir müssen die Gewaltbereiten beweissicher überführen, damit sie auch verurteilt werden können. Aber wenn wir nicht nur reagieren, sondern dann agieren wollen, brauchen wir mehr Leute.»

Die Polizei könne aber das Problem des Rechtsextremismus nicht lösen. «Wir sehen deutlich, dass die Rechten ins bürgerliche Lager, in die Mitte unserer Gesellschaft vordringen. Sie bieten Sozialberatung, schulische Nachhilfe und organisieren Jugendfreizeiten», betonte Freiberg. «Es gibt zu viele Menschen, die sich alleingelassen fühlen und Unterstützung brauchen. Dieses Feld dürfen wir nicht den Rechten überlassen.»

(ddp)

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