ddp
Essen (ddp). Das Fahren eines Autos mit Dieselmotor lohnt sich im Vergleich zu Benzinern nach Ansicht von Experten in vielen Fällen nicht mehr. Hintergrund sind die hohen Dieselpreise, die nur noch knapp unter denen von Super- und Normalbenzin liegen und nach ADAC-Angaben am Freitag erneut mancherorts sogar darüber lagen. «Wer einen Diesel nur unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten kauft, der kommt immer seltener in den Genuss eines Vorteils», sagte ADAC-Sprecher Maximilian Maurer der «Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung» (Samstagausgabe). «Die Kilometerzahl wird immer größer, bis ein Dieselfahrzeug in der Gewinnzone ist. Und bei manchem Auto erreicht man sie gar nicht mehr.» Faustregeln wie «Wer 25 000 Kilometer pro Jahr fährt, für den lohnt sich ein Diesel immer» lassen sich seiner Darstellung nach so nicht mehr halten.
Laut dem Gelsenkirchener Autoprofessor Ferdinand Dudenhöffer geht die Rechnung vor allem bei Klein- und Kompaktwagen oft nicht mehr auf. Bei großen Autos wirke sich noch die im Vergleich zu Benzinern größere Spriteinsparung aus.
Nach Ansicht der Experten könnte in der Folge der Wiederverkaufswert von gebrauchten Dieselfahrzeugen sinken. Sicher zeigte sich Dudenhöffer zudem, dass sich die Autohersteller auf sinkende Absatzzahlen bei Dieselfahrzeugen einrichten müssen. «Der Höhepunkt ist überschritten.» Die traditionell stark auf Dieseltechnologie setzenden deutschen Hersteller seien davon härter betroffen als etwa japanische Autobauer.
(ddp)

Copyright © 2008 Yahoo! Alle Rechte vorbehalten.