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Entrümpeln des Kofferraumes spart Kraftstoff

ddp - Freitag, 16. Mai, 07:07 Uhr

München (ddp.djn). Angesichts der hohen Kraftstoffpreise empfiehlt der TÜV Süd Autofahrern, den Kofferraum ihres Fahrzeugs zu entrümpeln. Allein dadurch könnten zwei bis fünf Prozent Benzin oder Diesel eingespart werden.

Was im Winter sinnvoll war, ist im Frühling oft nur Ballast. Zum Beispiel sind Schneeketten im Auto ebenso deplatziert wie der Sandsack. Auch leichte Dinge wie Schneeschaufel, Eiskratzer, Enteiser und die dicken Handschuhe dürfen in den Winterschlaf. «Warum manche Autofahrer Pflegemittel für den Wagen wie Wachs, Politur und Shampoo chauffieren, statt sie in Garage oder Keller einzuquartieren, wissen sie selbst nicht», wundert sich TÜV-Fachmann Frank Volk: «Hohe Temperaturen im Kofferraum tun diesen Utensilien nicht gut.» Spraydosen würden bei hohen Temperaturen sogar gefährlich.

Als erstes geht der Entrümpler an Dinge, die von der Automobil-Geschichte überholt wurden: Noch immer werden tagein, tagaus unzählige Reservekanister durch Deutschland kutschiert, weil ihre Besitzer oder deren Vorfahren einmal in einem Käfer ohne Benzinuhr liegengeblieben sind. Auf diese Spritbehälter kann man getrost verzichten. Auch massive Abschleppstangen oder ein umfangreicher Ölvorrat sind entbehrlich.

Vom serienmäßigen Bordwerkzeug muss nichts in die Garage umziehen. Bei vielen Autofabrikaten liegt die Belastung sowieso nur im Gramm-Bereich. Für den Radwechsel oder zum Tausch einer Glühlampe reicht das Werkzeug in der Regel. Und viel mehr kann selbst ein technisch versierter Fahrer unterwegs nicht reparieren. Zusätzliches Werkzeug ist im Alltagsverkehr also nur eine Belastung für das Kraftstoffkonto.

«Viele Kofferräume lassen sich um 15 bis 20 Kilogramm erleichtern», schätzt Volk. Selbst ein gefüllter kleiner Reservekanister bringt rund sechs Kilogramm auf die Waage. Ein paar Liter Frostschutz- oder Ölvorrat erhöhen die nutzlose Last schnell auf zehn Kilogramm. Und gut bestückte Werkzeugkisten sind selten unter zehn Kilo schwer. Vor allem im Stadtverkehr erhöht ein solches Vorsorge-Paket die Spritrechnung um bis zu fünf Prozent. Im Lichte der Sparsamkeit erscheint sogar das vielgeschmähte Notrad vorteilhaft. Es wiegt mindestens sechs Kilogramm weniger als ein normales Rad.

(ddp)

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