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Urteil im Prozess gegen mutmaßlichen Fünffachmörder erst im August

ddp - Donnerstag, 15. Mai, 17:57 Uhr

Aachen (ddp-nrw). Der Prozess gegen einen mutmaßlichen Fünffachmörder vor dem Aachener Landgericht wird länger dauern als geplant. Ursprünglich sollte das Verfahren um den Tod von fünf Anhalterinnen am 26. Mai zu Ende gehen. Am Donnerstag legte das Gericht jedoch neue Verhandlungstermine bis in den August fest. Der voraussichtlich letzte Prozesstag sei für den 20. August vorgesehen, sagte ein Justizsprecher.

Der angeklagte 51-jährige Familienvater sorgte mit einer neuen Stellungnahme für Aufsehen. Er sei unschuldig und habe Frauen nie Gewalt angetan, erklärte der frühere Versicherungsvertreter. Er habe im Polizeiverhör die Taten nur gestanden, weil ihn die Beamten unter Druck gesetzt hätten. Er habe die Ermittler auch nicht zu den Tatorten geführt. Stattdessen habe er mit den Polizisten im Auto gesessen, die Beamten hätten dann an einer Stelle angehalten und ihn befragt.

Der mutmaßliche Fünffachmörder soll zwischen 1983 und 1990 fünf junge Anhalterinnen getötet haben. Belastet wird er vor allem durch ein DNA-Gutachten. Experten hatten herausgefunden, dass der Mann bei einem der Opfer eine Sperma-Spur hinterlassen hatte. Bei einer Verurteilung droht dem 51-Jährigen eine lebenslange Haftstrafe sowie Sicherungsverwahrung.

(ddp)

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