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Produzent von Gammelfleisch-Dönern zu Geldstrafe verurteilt

ddp - Donnerstag, 15. Mai, 12:38 Uhr

Berlin (ddp-bln). Im sogenannten Berliner Gammelfleischprozess ist der bekannte deutsch-türkische Döner-Produzent Remzi K. vom Amtsgericht Tiergarten in Abwesenheit zu 40 000 Euro Geldstrafe verurteilt worden. Der 48-jährige Unternehmer war am Donnerstag nicht zur Verhandlung erschienen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurde der Prozess daher in ein Strafbefehlsverfahren übergeleitet und die Geldstrafe per Strafbefehl erlassen. Der 48-Jährige kann dagegen noch Einspruch einlegen.

Der Unternehmer war angeklagt, im September 2006 in seinem Weddinger Betrieb bis zu 4500 Kilo ungenießbares Fleisch, sogenanntes Gammelfleisch, gelagert zu haben. Der Staatsanwaltschaft zufolge waren Kalbfleisch und Spieße «ekelerregend und nicht für den menschlichen Verzehr geeignet». Darüber hinaus soll der Döner-Produzent die Ware mit falschen Herkunftsangaben oder falschen Zusammensetzungen deklariert und Identitätskennzeichen für Lieferungen ins Ausland gefälscht haben.

Der Anklage zufolge wies K. Kalbfleisch als Produkt aus Berlin-Brandenburg aus, obwohl es aus Frankreich kam. Auch soll er Döner-Spieße mit 84-prozentigem Hackfleischanteil in Umlauf gebracht haben, obwohl nur 60 Prozent zugelassen sind. Der Unternehmer hat stets seine Unschuld beteuert und betont, das Fleisch sei ihm bereits im verdorbenen Zustand geliefert worden.

(ddp)

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