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Freiwillige Feuerwehren wollen mehr Frauen und Zuwanderer werben

ddp - Donnerstag, 15. Mai, 11:28 Uhr

Kassel (ddp-hes). Im Kampf gegen den seit Jahren anhaltenden Mitgliederschwund wollen die Freiwilligen Feuerwehren künftig mehr Frauen und Zuwanderer als aktive Helfer gewinnen. In beiden Gruppen gebe es noch Potenzial, sagte der Geschäftsführer des hessischen Landesfeuerwehrverbands, Harald Popp, in Kassel im ddp-Interview. Auf dem 5. Deutschen Feuerwehrverbandstag in Fulda sollen ab Freitag Kampagnen zur Mitgliederwerbung vorgestellt und von den Delegierten verabschiedet werden.

Der Frauenanteil bei den Freiwilligen Feuerwehren in Hessen liege derzeit bei neun Prozent. «Damit sind wir schon Spitzenreiter unter den westdeutschen Bundesländern», sagte Popp. Um mehr Frauen zu gewinnen, müsste auch eine eventuelle Kinderbetreuung sichergestellt werden.

Die Zahl der Mitglieder bei den Freiwilligen Feuerwehren in Hessen sei von rund 90 000 Anfang der 90er Jahre auf derzeit etwa 75 000 zurückgegangen. Um die Funktionsfähigkeit der einzelnen Wehren zu gewährleisten, seien vor allem die Kommunen gefordert. Eine Zwangsrekrutierung von Mitgliedern, wie kürzlich in einer Gemeinde in Sachsen-Anhalt geschehen, hält der Geschäftsführer des Landesfeuerwehrverbands dagegen nicht für wünschenswert. «Den Erfolg möchte ich bezweifeln, das würde nicht funktionieren», sagte Popp.

(ddp)

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